Kreisschützenfest 2017 - Heringhausen

Interview zur Vertragsunterzeichung für das 24. Kreisschützenfest

Welche Bedeutung hat die Ausrichtung des Kreisschützenfestes für Ihre Bruderschaft?

 

Stephan Gerbracht: Wir möchten mit dem Kreisschützenfest am ersten Septemberwochenende 2017 neben finanziellen Aspekten unser Dorf den zahlreichen Schützenbrüdern und Gästen aus den Städten Meschede und Schmallenberg sowie den Gemeinden Eslohe und Bestwig präsentieren. Manche kennen Heringhausen sicher nur vom „Vorbeifahren“ und den vielen Weihnachtsbäumen. Wir möchten unser Dorf beim Kreisschützenfest mit allen Facetten von der schönsten Seite zeigen. Eine Veranstaltung dieser Art bietet ganz nebenbei aber auch die Möglichkeit, die Dorfgemeinschaft enger zusammenzuschweißen und zu stärken.

 

Sie erwarten 3000 Schützen und Jungschützen aus 43 Vereinen. Das klingt nach einer großen logistischen Herausforderung. Warum tun Sie sich das als kleine Bruderschaft an?

 

Theo Dicke: Wir sind momentan in der glücklichen Lage, dass unser Schützenvorstand und der Geschäftsführende Vorstand eine gut funktionierende Einheit bilden. Alle 34 Vorstandsmitglieder wurden im Vorfeld befragt und haben ihre Unterstützung zugesagt. Außerdem haben wir mit Anton und Andrea Nieder hervorragende Partner an unserer Seite, die uns perfekte Bedingungen zur Ausrichtung des Kreisschützenfestes bieten. Natürlich haben wir vor der Bewerbung auch schon mit den entsprechenden Genehmigungsbehörden Kontakt aufgenommen.

 

Hat die Bruderschaft Erfahrung mit der Ausrichtung einer solch großen Veranstaltung?

 

Stephan Gerbracht: Theo Dicke ist als Beisitzer und ich bin als 1. Vorsitzender in der Dorfgemeinschaft Heringhausen aktiv. Durch die Ausrichtung des sehr erfolgreichen 700-jährigen Dorfjubiläums im Jahr 2014 waren wir daher maßgeblich an der Planung, Organisation und Durchführung beteiligt. Von der Gästezahl am Jubiläums-Wochenende war dies mit dem Kreisschützenfest vergleichbar. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich wirklich viele Dorfbewohner aktiv beteiligen, wenn es um solche Großveranstaltungen geht. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir etwas Ähnliches auf die Beine stellen können.

 

Droht einem 800-Einwohner-Dorf nicht ein Verkehrs-Infarkt bei einer solch großen Veranstaltung? Wo werden die ganzen Besucher und die Busse parken?

 

Theo Dicke: Für Besucher und Gäste stehen – wiederum dank unserer Weihnachtsbaumproduzenten – einige großzügige Flächen als Parkplätze zur Verfügung. Für die Busse können wir wiederum auf die Fa. Anton Nieder zurückgreifen und den Verladeplatz unterhalb des Fallensteins nutzen. Während der Festumzüge am Samstag und Sonntag können wir den Verkehr durch eine Vollsperrung um unser Dorf herumführen. Durch die guten Lage Heringhausens werden alle Gäste zum Festzug die Möglichkeit haben, ins Dorf anreisen und dort auch parken zu können.

 

 

Birgt die Veranstaltung auch ein finanzielles Risiko für die Bruderschaft?

 

Stephan Gerbracht: Da der Samstag und Sonntag vornehmlich in der Berlarer Straße stattfinden wird, müssen wir für entsprechend große Festzelte sorgen. Die Kosten dafür stellen das größte finanzielle Risiko dar. Natürlich spielen auch die Kosten für die Logistik (Strom, sanitäre Anlagen, etc.), die Kosten für die musikalische Gestaltung des Festes und die Kosten für die vielen Genehmigungen und Anträge eine Rolle. Der Kreisschützenbund Meschede hat durch einen Beschluß in einer Deligiertenversammlung das finanzielle Risiko bei unvorhergesehen Ereignissen für den Ausrichter nahezu minimiert. Trotzdem ist unsere Bruderschaft natürlich auf Sponsoren angewiesen, die wir zeitnah ansprechen werden.

 

 

Sie wollen das Fest auf dem Betriebsgelände der Firma Nieder an der Berlarer Straße feiern. Spielt die eigene Schützenhalle an diesem Wochenende also gar keine Rolle?

 

Theo Dicke: Da wir in unserer Schützenhalle nur ca. 800 Sitzplätze zur Verfügung haben, wird dort wahrscheinlich der Auftakt mit der Jungschützenparty am Freitag des Kreisschützenfestes stattfinden. Da uns die Einbindung der Jungschützen in das Fest sehr wichtig ist, ist unsere schöne Schützenhalle eine ideale Location für dieses Event. Sie steht natürlich auch beispielsweise für den Gottesdienst am Samstag zur Verfügung, falls das Wetter nicht so gut sein sollte.

 

Wie viele Menschen werden für die Vorbereitung (Aufbau, Planung, Organisation) nötig sein?

 

Stephan Gerbracht: Eine genaue Zahl kann ich zur Zeit noch nicht nennen. Viele Überlegungen werden im Vorfeld vom Schützenvorstand übernommen. Wir werden aber zeitnah – ähnlich wie beim Dorfjubiläum – alle Heringhauserinnen und Heringhauser sowie die Vereine unseres Dorfes mit einbinden.

 

Schaffen die Schützen diese Vorbereitung allein oder sind sie auf Mithilfe angewiesen?

 

Theo Dicke: Dass wir für die Vorbereitung schon die Unterstützung vieler Dorfbewohner benötigen, wurde in der vorherigen Antwort schon erwähnt. Gerade am Festwochenende benötigen wir auch viele Helfer, z.B. als Parkplatzeinweiser, Ordner, Sicherheitspersonal, Getränke- und Imbißverkäufer. Daher hoffen wir auf die Unterstützung möglichst vieler unserer 430 Schützenbrüder und aller Dorfbewohner.

 

Sie haben nach der Vertragsunterzeichnung bereits gemeinsam mit dem Vorstand des Kreisschützenbundes gegessen. Ging es dabei bereits um erste Details und wenn ja um welche?

 

Stephan Gerbracht: Es war das erste Mal, dass eine Vertragsunterzeichnung in solch großem Rahmen durchgeführt wurde. Wie der Ablauf eines Kreisschützenfestes aussieht und welche Dinge zu beachten sind, ist für den Kreisvorstand und unseren Schützenvorstand nicht unbedingt neu. Einen groben Ablauf haben wir schon im Kopf und auch besprochen. Am vergangen Freitag ging es auch darum, dass sich die verantwortlichen Personen zunächst einmal besser kennen lernen, was sehr gut funktioniert hat.